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DIE FALSCHMÜNZER!

Les faux monnayeurs


 

„Die von den Banken praktizierte Geldschaffung ‚ex nihilo‘ (Anm.d.Übers.: aus dem Nichts) ist - ich wage es zu behaupten damit die Menschen gut verstehen was auf dem Spiel steht - vergleichbar mit der Geldherstellung durch Falschmünzer, die vom Gesetz zu Recht verfolgt werden. Konkret führt sie zu den gleichen Resultaten. Der einzige Unterschied ist, dass diejenigen, die davon profitieren, Andere sind“


„La crise mondiale aujourd'hui“, Maurice Allais, Nobelpreis in Wirtschaftswissenschaften 1988. Ed. Clément Juglar 1999.

 

 


 

Raus aus dem Geldfeudalismus,

unerlässliche Vorbedingung für eine wirtschaftliche,

soziale und ökologische Erneuerung


Die Europäer haben (am 7. Februar 1992) das „Hoheitsrecht“ des Staats der Geldschöpfung ausschließlich zugunsten der Banken aufgebeben. Während sich die Debatten auf den Euro konzentrierten, setzte man den Beschluss aufs Spiel, mehr denn je zu befreien, vollkommen, was vielleicht der größte „Staubsauger“ des kapitalistischen Systems ist.

 

Doch schon seit der das Gesetz vom 3. Januar 1973 betreffenden Satzungsreform der Bank von Frankreich wurden Vorschüsse für die Staatskasse gestrichen.  Auch verbietet der in Frankreich in das Gesetz vom 4. August 1993 übertragene Artikel 104 des Maastrichter Vertrags es den Zentralbanken, Überziehungskredite zuzulassen oder der Staatskasse oder jedem anderen öffentlichen Organ oder Unternehmen jegliche Art von Krediten zu gewähren.   

 

Parallel dazu können Banken praktisch so viele Kredite gewähren, wie sie (beantragen) möchten, indem sie bei dieser Gelegenheit das Geld schaffen, aus dem sie die Zinsen ziehen werden.  Dieses System hat zahlreiche katastrophale Folgen.

 

Es ist nicht nur unerträglich, weil die Bankaktionäre unberechtigterweise Unsummen an Dividenden einheimsen… vom Geld, das ex nihilo geschaffen und anschließend der Allgemeinheit geliehen wurde.

 

Es beinhaltet auch und vor allem eine Situation, die künftig die Marktdomination festsetzt: Die sich im Umlauf befindliche Darlehenssumme übersteigt immer die des sich in Umlauf befindlichen Geldes zu ihrer Rückzahlung.

 

Folglich eine Überschuldung (Machtlosigkeit) der Staaten und einer wachsenden Zahl von Individuen sowie eine ständig wachsende Macht für die größten Kapitalbesitzer hinsichtlich: Kaufkraft, Renten und der Entscheidung über Wirtschaftsorientierungen.

 

Folglich ein System, in dem die sehr hohen Zinssätze an die Erstausleiher nicht stören, im Gegenteil.

 

Folglich ein überschüssiger Geldzufluss, der die Spekulationsblasen nährt, die Motoren eines Marktes, der zum Überleben zu immer mehr Wachstum verdammt ist. Außerdem ein nicht messbarer Überschuss in einer Inflation, die nur noch ein ideologisches Leitmotiv ist, das zu einer wachsenden Masse an Opfern führt und nur noch ohne Feingefühl für die Interessen einer kleinen Rentnerzahl spricht.

Da die „Leitzinsen“ der EZB die Zinssätze der Bankkredite lenken, geben diese den „Ton“ der Finanzzinsströme an. Diese Zinsen wiegen jedoch mit aller Macht auf unser alltägliches Leben:

-        Als Verbraucher: In allen Preisen einberechnet: Auf allen Ebenen der Technik, Entwicklung und Produktion werden sie immer auf die Preise abgewälzt und reduzieren dadurch unsere Kaufkraft um mehr als 30%.

-        Als Arbeitnehmer: Ohne Minimierung der zahlreichen neuen Faktoren der wilden Globalisierung muss daran erinnert werden, dass es keine Kapitaldominanz über ein Unternehmen gibt, außer wenn es zur Kapitalsuche gezwungen ist… das Zinsen verlangt.

-        Schließlich als Bürger, die durch direkte oder indirekte Steuern am Betrieb der öffentlichen Dienste teilnehmen: So erhöhte sich die Staatschuld zwischen 1980 und 2006 um 913 Milliarden Euros, während wir 1176 Milliarden Euros Zinsen zahlten (…). Hätten wir diese 913 Milliarden Euros nicht auf den Geldmärkten leihen müssen, das heißt, wenn wir unser Geld hätten schaffen können, also genau das machen, was Privatbanken machen dürfen, wäre die damalige Staatsschuld 1980 in Höhe von 229 Milliarden Euros 2006 dank der gesparten 263 Milliarden, Euros vollständig zurückgezahlt und wir würden außerdem über einen positiven Finanzsaldo von 263 – 229 = 34 Milliarden Euros verfügen.

Wir wissen, wie die Globalisierung die Grundsätze des Steuerwesens hat explodieren lassen.  Doch die Beitreibung der entwendeten Güter, wenn sie denn vorstellbar wäre, würde dem Staat deshalb nicht die Qualitätskontrolle über das Wachstum zurückgeben, das heißt das seines Schicksals. Entgegen der verbreiteten Idee reichen die Steuern von gestern nicht für die öffentlichen Dienste von morgen aus. In einer zerrütteten Wirtschaft muss man sich fragen, ob man die Finanzierung von Kinderausbildung, Forschung, Parlament, freie Presse einstellen soll? Und wenn die Gewalt der Ausgeschlossenen wächst, wer fordert dann, der Polizei die Mittel zu streichen?

 

Muss man sich fragen, ob man in einer Gesellschaft, in der ein Viertel der Aktiven direkt unter Arbeitslosigkeit leidet, während sie von nutzlosen Dingen überquillt, aufhören muss, aufzubauen, Frieden zu stiften, zu erziehen?

 

Muss man sich auch im Jahr 2007 fragen, weshalb die Menschheit die Asphyxie seiner natürlichen Umwelt unter Erleidung der Dominanz einer abstrakten und absurden Instanz auf sich zukommen sieht, ohne eine Idee darüber zu haben, welches der Hauptgrund ist?

 

Wer die Kontrolle über die Geldschaffung besitzt, ist derjenige, der vor jedem Anderen darüber entscheidet, was der Staat produziert.

Der Staat muss das für ihn erforderliche Geld im Verhältnis zu seiner Entwicklung schaffen können.

Und das von ihm geschaffene Geld muss er den Projekten zukommen lassen können, die er für Morgen beschließt, und nicht zur Zahlung derjenigen, dem er heute ohnmächtig und überschuldet gegenübersteht.

Dieses Volk jedoch, dass kein System mehr toleriert, das der Machtlosigkeit der Politik, dem Tod des Sozialstaats und blindem Wachstum seinen Segen erteilt, dieses Volk, das zu jeder Zeit die Dominanz des Gottes Markt erduldet, verkennt vollkommen die Grundnahrung seines Henkers: das Geld. Dieses Volk, das glaubt, dass Geld nicht stinkt, das glaubt, dass es die Privilegien seit zwei Jahrhunderten abgeschafft hat, kennt schon seit langem nicht dasjenige der Banker.    

 

 

Wir fordern...

Auf nationaler Ebene:

Die Wiedereinführung des (nationalen) Kollektivrechts der Geldschaffung (ggf. durch Schaffung einer Zusatzwährung zum Euro, wie im EMS-Projekt vorgeschlagen) und des Erhalts der diesbezüglichen Zinsen.< P>

 

In Ermangelung auf Ebene der Eurozone:

1 – Für Alles, was die Finanzierung von Kollektivprojekten der Eurozone betrifft, muss die Europäische Zentralbank (EZB) zu einer (zinslosen) zentralen Geldschaffung durch Beschluss der Abgeordneten der Länder der Eurozone des europäischen Parlaments verpflichtet werden können, entweder auf Antrag der Europäischen Kommission oder des Rats (das heißt die Regierungschefs) oder von europäischen Abgeordneten der Länder der Eurozone.

 

2 – Die Kriterien von Maastricht müssen überarbeitet und angepasst werden:

a)     Dass die Staatshaushalte bei „Betrieb“ + „Abschreibungen“ anhand des Steuerwesens ausgeglichen sein müssen. Kein Staat der Eurozone darf von dieser Regel abweichen.

b)    Dass Staaten ihre Ausrüstung (Investitionsbudget) durch einen Antrag auf zinslose Geldschaffung an die EZB finanzieren lassen können. Die Abgeordneten der Eurozone des Europäischen Parlaments verfügen jedoch über ein Vetorecht mit einfacher Mehrheit bezüglich des Antrags eines Staates, wenn sie der Meinung sind, dass das Projekt nicht begründet ist oder den allgemeinen Orientierungen der europäischen Politik nicht entspricht.  

 

Doch, mehr wie dieses einfache Gerüst, ist unser Vorschlag auf der Seite Vorschläge 1 entwickelt:

 

ich entdecke gerade die Einzelheiten einer unglaublichen Finanzsituation. Sie glauben, dass Geld vom Staat geschaffen wird? Sie täuschen sich: Privatbanken schaffen Geld und erhalten ihren Preis (Zinssatz).

Würde der Staat das Geld schaffen, es den Banken leihen und die Zinsen einziehen, könnten diese Zinsen (etwa 280 Milliarden Euros für Europa in 2006) die öffentlichen Dienste finanzieren statt in Steuerparadiese abzuwandern.  

Der Staat (das heißt wir alle) hat das Recht auf Geldschaffung verloren und es sind die Privatbanken, an die unsere so genannten „Vertreter/innen“ diese entscheidende Befugnis übertragen haben.

Sie glauben, Geld ist ein dem Allgemeinwohl dienendes Mittel? Sie täuschen sich: Geld ist (klammheimlich) zu einem Mittel geworden, das zunächst Privatinteressen dient.  

Der Aufbau der Europäischen Union könnte im Wesentlichen durch dieses Hold-up motiviert sein, unter anderem durch Artikel 104 des Maastrichter Vertrags: „Der EZB und den Zentralbanken der Mitgliedsstaaten, nachfolgend „nationale Zentralbanken“ genannt, ist es untersagt, Einrichtungen oder Organen der Gemeinschaft, Zentralverwaltungen, Regional-oder Lokalbehörden, sonstigen Behörden, sonstigen öffentlichen Organen oder Unternehmen der Mitgliedsstaaten Überziehungskredite oder sonstige Kredite zu gewähren. Der direkte Erwerb Ihrer Schuldmittel bei ihnen selbst durch die EZB oder die nationalen Zentralbanken ist ebenfalls verboten“

....und hier weitergeht

 

Auf dieser Seite finden Sie den Zähler der Zinsen seit 01. Januar 2007, Zinsen, die SIE (durch Abgaben und Steuern) den Schuldnern der Behörden zahlen, Zinsen, die SIE nicht zu zahlen bräuchten, wenn der Staat selbst das Recht auf Geldschaffung beibehalten hätte, statt dass bestimmte Politiker in der Vergangenheit dies den privaten Handelsbanken gewährt und dem Staat verboten haben, ebenso zu handeln… Frappierend!!!    

 

Freundesseiten

(fr)

 

Site "sociétal"

http://assoc.orange.fr/aded/

http://perso.orange.fr/jegu.jean/

http://allais.maurice.free.fr/

http://www.annales.org/archives/x/allais.html

http://fr.wikipedia.org/wiki/Maurice_Allais

http://perso.orange.fr/jegu.jean/

http://www.jamesrobertson.com/  (in Englisch)

http://www.bayard-macroeconomie.com/

http://www.courtfool.info/fr_Secrets_d_argent_interets_et_inflation.htm

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