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Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ Victor Hugo

 

Freiwirtschaft ist eine Wirtschaftstheorie nach Silvio Gesell (wer ist Silvio Gesell) mit dem Ziel stabiler Wirtschaft und sozialer Gerechtigkeit. Dies soll erreicht werden durch die Schaffung einer Wirtschaftsordnung ohne Geldzins und Bodenrente in Privathand, auch Natürliche Wirtschaftsordnung (NWO) genannt.

Geldzins und Bodenrente bewirken nach freiwirtschaftlicher Auffassung einen ungerechten und sich ständig verstärkenden Umverteilungsprozess von Vermögen von den Ärmeren zu den Reicheren.

Verwirklicht werden soll das Ziel durch die Einführung eines Geldes mit gesichertem Umlauf, Freigeld genannt, und duch Überführung des Bodens in Gemeinschaftseigentum mit zugleich privater Nutzung gegen Entrichtung ständiger Nutzungsabgaben an die Gemeinschaft, bezeichnet als Freiland. Mit diesen Maßnahmen würde der Geldzins sinken und im Durchschnitt schließlich um Null herum pendeln, und die Bodenrente, die systemisch nicht zu beseitigen ist, laufend an die Gemeinschaft abgeführt werden.

Freiwirtschaft beabsichtigt eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus. (Auszug aus wikipedia)

 

Sind Sie ein Zinsgewinner oder ein Zinsverlierer ?

Wenn Ihr Arbeitseinkommen immer noch größer ist als Ihre Einnahmen durch Zinsen, dann gehören Sie wahrscheinlich zur zweiten Gruppe. Aber Sie sind nicht allein. Diesen Umstand teilen Sie mit ca. 95 % der Deutschen und ca. 99 % der Weltbevölkerung. Selbst wenn Sie kein Häuschen abzustottern haben, zahlen Sie unentwegt Zinsen, versteckt in den Preisen und Mieten.

Allein die gigantische Staatsverschuldung von derzeit ca. 1,5 Billionen Euro schlagen jährlich mit 1000 Euro Zinsen pro Kopf (vom Baby bis zum Greis) zubuche, die Schulden von Ländern, Städten und Gemeinden nicht mitgerechnet. Diese riesigen Schulden werden schon lange nicht mehr getilgt, sondern die Zinsen der Schulden mit immer neuen Krediten bedient, die den Schuldenberg in neue Höhen wachsen lassen.

„Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen.“

Bund der Steuerzahler

Die Zins- und Zinseszinszahlungen machen inzwischen den zweitgrößten Ausgabenposten im Bundeshaushalt aus, -Tendenz rasant steigend (In den Fünfziger Jahren noch kaum von Bedeutung). Da aber die, vom Volk erarbeitete, Wertschöpfung (BIP) nur einmal verteilt werden kann und die Ausgaben für die Schuldenzinsen, die in die Taschen weniger Reicher fließen, immer weiter steigen, muss zwangsläufig weniger für das „Volk“ übrig bleiben.

Diese perfekt organisierte Ausbeutung zugunsten des schmarotzenden Zinskapitals in den Händen weniger Menschen kann man getrost als „Neue Sklaverei“ bezeichnen.

Schuld ist nicht die Marktwirtschaft an sich, sondern das gefährliche Zinssystem, das es Menschen erlaubt, ihren Reichtum ohne eigene Leistung zu vermehren, die aber von der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung erwirtschaftet werden muss. Eine riesige Umverteilung von Arm zu Reich ist im Gange...

Haben Sie gewusst, das 1 Pfennig, zu Jesu Geburt zu 5 % angelegt, durch Zins und Zinseszins heute ein Vermögen von mehreren Milliarden Erdkugeln in Gold darstellen würde ?

- Unglaublich?

- Keineswegs! Alles reine Mathematik!

 

Unser Zinssystem ist also schon rein mathematisch zum Scheitern verurteilt. Und keine Regierung in Deutschland oder anderswo wird, wenn sie nicht bereit ist die Systemfrage zu stellen, daran etwas ändern.

Es wird also auch in Zukunft immer mehr bei den Arbeitnehmern, Rentnern, Arbeitslosen, Kranken, Beamten und dem Großteil der Gesellschaft gekürzt werden, um den explosiv steigenden Zinsanspruch des Kapitals bedienen zu können. Wenn dann auch noch das vielbeschworene Wirtschaftswachstum ausbleibt, das den BIP-Kuchen vergrößern könnte, geht es nur ein wenig rasanter bergab.

Aufgehalten wird die Umverteilung auch durch Wirtschaftswachstum nicht – abgesehen davon, dass ständiges Wirtschaftswachstum nicht nur äußerst schädlich für unsere Umwelt ist. Die Läden sind voll, das Angebot ist vorhanden, der Bedarf ist da, nur das Geld zum Nachfragen, also zum Kaufen von Waren fehlt.

Wo ist aber das viele Geld, das unsere Gesellschaft durch immer höhere Produktivität erwirtschaftet hat (Wem nützt es wenn wir Exportweltmeister sind) ?

- Es landet in Form von Zinseinkünften auf den Konten der Vermögenden.

 

 

Hier kann man den Regierenden nur unvorstellbare Dummheit, Ignoranz oder blanke Böswilligkeit unterstellen, da sie das Problem nicht erkennen oder öffentlich (!) benennen wollen. Und so wird zugelassen, dass sich das Problem potenziert und auf kommende Generationen abgewälzt wird. Schluss mit dem gegenwärtigen Reform-Unsinn und der elenden Flickschusterei in der Politik ! Die Lösung der Probleme wird der Bevölkerung systematisch verschwiegen.

Die schweigende Mehrheit schweigt, weil ihr das Rettende verschwiegen wird.

H. Benjes

 

 

Die Lösung des Sozial- und Geldreformers Silvio Gesell (1862-1930):

Nur gleichmäßig umlaufendes Geld führt zu Vollbeschäftigung, allgemeinen Wohlstand und ist Vorraussetzung für Frieden.“

Geld muss dienen, nicht herrschen!

 

 

Bitte informieren Sie sich über die Freiwirtschaft und Geldreform, bilden Sie sich ihre Meinung und hinterfragen Sie bei ihrem örtlichen Volksvertreter, warum dieser geniale Lösungsansatz keine Beachtung bei den Parteien oder Medien erfährt.

 

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